08.09.2017 - 22:16 Uhr
Deutschland & Welt

Hurrikan wie ein Rasenmäher vom Himmel "Irma" nimmt Kurs auf Florida

Wie ein "Rasenmäher vom Himmel" sei der Hurrikan gewesen, als er durch die Karibik zog. Inzwischen hat der Sturm sich um eine Warnstufe abgeschwächt - doch die Gefahr bleibt.

von Agentur DPAProfil

Sint-Maarten. Hurrikan "Irma" ist in der Nacht zum Freitag über die Karibik getost und hat mindestens 17 Menschen das Leben gekostet. "Es ist, als wäre jemand mit einem Rasenmäher vom Himmel über die Insel gegangen", sagte eine Augenzeugin auf dem niederländischen Inselteil Sint Maarten dem Rundfunk NOS. "Irma" ist einer der stärksten jemals registrierten Wirbelstürme im Atlantik. Die Schneise der Verwüstung - Insel für Insel:

Sint Maarten und Saint-Martin : Die zwischen den Niederlanden und Frankreich geteilte Insel wurde von "Irma" schwer getroffen. Der französische Teil sei "zu 95 Prozent zerstört", zitierte die britische Zeitung "Guardian" einen örtlichen Beamten. Es gebe keinen Strom, ein Großteil der Straßen sei unpassierbar. Der französische Innenminister Gérard Collomb bezifferte die Zahl der Toten dort und in den anderen französischen Überseegebieten auf acht. 23 Menschen seien verletzt worden.

Puerto Rico : Auf der zu den USA gehörenden Insel Puerto Rico und den amerikanischen Jungferninseln starben insgesamt sieben Menschen. Bis zu neun Meter hohe Wellen schlugen über die Insel. Mehr als eine Million Menschen seien ohne Strom. Es wird erwartet, dass die Zahl der Toten weiter steigt, da hinter "Irma" bereits der nächste Hurrikan "José" heranzieht.

Dominikanische Republik und Haiti : An der Insel Hispaniola, die zur Hälfte aus Haiti und zur anderen aus der Dominikanischen Republik besteht, zog "Irma" nördlich vorbei. In Haiti verursachte der Hurrikan weniger Schäden, als zunächst befürchtet worden war.

Bahamas : Über die südlichen Ausläufer der Inselgruppe zog der Hurrikan am frühen Freitagmorgen (Ortszeit). Dabei schwächte er sich von einem Hurrikan der höchsten Warnstufe fünf auf Stufe vier ab. Der Premierminister der Bahamas, Hubert Minnis, sagte dem "Guardian", die Regierung habe sechs Inseln im Süden der Inselgruppe komplett geräumt. Es sei die größte Evakuierung in der Geschichte der Inselgruppe.

Kuba : Bis Samstag (Ortszeit) soll das Zentrum von "Irma" über das Meer an der Nordküste Kubas entlangwandern. An der bei Touristen beliebten Küste werden Gäste in Sicherheit gebracht, Anwohner des Gebiets wurden aufgerufen, ins Innere der Insel zu ziehen.

US-Festland : Am Sonntagmorgen (Ortszeit) wird der Sturm die Inselgruppe der Florida Keys und die Südküste des US-Bundesstaats Florida erreichen. Für die gesamte Südküste Floridas gilt eine Warnung vor bis zu drei Meter hohen Wellen. Insgesamt 125 000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Auch Donald Trumps sogenanntes "Winter White House" Mar-a-Lago muss Berichten zufolge geräumt werden.

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