Im schwäbischen Durach gibt es einen eigenen Kinder-Baum
Muckis für den Maibaum

Max freut sich jedes Jahr auf den 1. Mai. Wie alle Schüler hat er dann schulfrei. Aber das Besondere an diesem Feiertag ist für den Elfjährigen das Aufstellen des Maibaums. Das ist ein alter Brauch.

Bei uns in Bayern ist die Aktion mit einem Fest mit Musik und Tanz auf großen Plätzen in den Dörfern verbunden. "Damit wird bei uns der Frühling eingeläutet", erzählt Max. Er lebt in Durach im Allgäu.

Ums Aufstellen kümmert sich in kleinen Orten meist ein Verein oder die Feuerwehr. In Durach ist die Feuerwehr zuständig. Vor dem Fest hat sie eine Menge zu tun: "Zuerst suchen wir bei uns im Wald einen Baum aus", sagt Feuerwehrmann Klaus Freymann. "Damit er schön aussieht, sollte er gerade gewachsen sein."

Groß muss er sein

Und groß sollte der Baum sein. Etwa 35 bis 37 Meter hoch ist der Baum der Duracher jedes Jahr. Das ist mehr als drei Mal so hoch wie ein 10-Meter-Sprungturm! Mädchen und Jungen freuen sich, dass es in Durach zwei Maibäume gibt. Den großen Baum richten die Erwachsenen schon am Abend vor dem 1. Mai auf. Am Festtag selbst wird ein etwa acht Meter hoher Maibaum extra für die Kinder aufgestellt. Und zwar nach alter Tradition mit der Muskelkraft vieler Mädchen und Jungen.

"Da muss man ganz schön anpacken, bis der Baum steht", sagt Max. Auch der zehnjährige Markus hat schon mitgeholfen. "Es macht Spaß, weil an dem Tag ganz viele Menschen da sind und zusehen." Auch an dem kleinen Maibaum hängen Holzschilder. Die Schilder wurden vorher von Kindern mit bunten Motiven bemalt. (dpa)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.