06.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Im Weltall gibt es viele, viele Sterne: Wir besuchen ein Planetarium in Berlin Zahlreicher als Sandkörner

Nachts, wenn es richtig dunkel ist und keine Wolke den Himmel verdeckt, kann man sie gut sehen: die Sterne. Unendlich viele leuchtende Punkte funkeln da über uns. Mit bloßem Auge können wir nur die wenigsten erkennen.

von Redaktion OnetzProfil

Das liegt zum Beispiel daran, dass das Licht der Sterne häufig verschluckt wird. Denn auf der Erde gibt es vor allem in großen Städten viele Laternen und andere Lichter. Der Himmel scheint dadurch selbst nachts ziemlich hell. Deshalb geht das Leuchten der Sterne unter. Andere Sterne sind einfach zu weit weg.

Nachgebaut

Zum Glück gibt es einen Ort, an dem man alles über Sterne erfahren kann - auch bei bewölktem Himmel und sogar tagsüber. Die Rede ist vom Planetarium. Dort gibt es zwar keine echten Sterne, aber einen nachgebauten Sternenhimmel. Planetarien gibt es in vielen Städten. Dort kann man sich zeigen lassen, was draußen im Weltall so los ist.

In einem Planetarium in der Stadt Berlin werden die Sterne in einem großen Raum von einem Projektor an die Wand gestrahlt. In etwa so wie in einem Kinosaal. Doch so ein Kunst-Himmel zeigt nicht einfach nur viele Sterne. Man kann die Sterne auch vergrößern und genauer betrachten.

Gigantische Ausmaße

"Die meisten winzigen Punkte, die dort oben leuchten, sind gigantisch große Sonnen", erklärt die Leiterin des Planetariums, Monika Staesche. Denn alle Sterne sind Sonnen. Diese Sonnen sind mal größer, mal kleiner als die Sonne, um die unsere Erde kreist. Nur sind die Sonnen eben alle so weit weg, dass wir sie nur noch als kleine Lichtpunkte erkennen.

Menschen orientieren sich schon seit Ewigkeiten in der Nacht an den Sternen. Wer zum Beispiel weiß, welcher von den Sternen der Polarstern ist, der wird immer wissen, in welche Richtung er gerade guckt. "Der Polarstern liegt immer im Norden", erklärt Monika Staesche.

Wie man den Polarstern unter den vielen Sternen findet, weiß sie natürlich: "Er ist ein Stern im Kleinen Wagen." Was denn für ein Wagen? Natürlich hängt da oben kein echter Wagen am Himmel. Der kleine Wagen ist eines von vielen Sternbildern. Die haben sich Menschen ausgedacht.

Die Sternbilder entstehen, wenn man sich vorstellt, man würde eine Gruppe Sterne mit Linien verbinden.

Viele Leute kennen vor allem die Sternbilder Großer Wagen und Kleiner Wagen. Die sind oft sehr gut zu erkennen. Sie sehen so aus wie Schubkarren ohne Räder. Viele kennen auch die Sternbilder Orion oder Kassiopeia. Doch es gibt noch viel mehr.

"88 Sternbilder hat man irgendwann einmal festgelegt", sagt Monika Staesche. Allerdings sind nicht alle Sternbilder von jedem Ort der Erde aus zu sehen. Manche Bilder können nur im Süden der Erdkugel beobachtet werden, manche nur im Norden.

"Alle Sterne, die man mit bloßem Auge erkennen kann, sind auch Teil eines Sternbilds. Sie gehören alle zu unserer Galaxis", sagt Monika Staesche. Eine Galaxis ist eine Ansammlung von Sonnen und Planeten. Die Galaxis, in der wir uns mit unserer Sonne befinden, heißt Milchstraße. "Doch es gibt noch unendlich viel mehr Galaxien im Universum", sagt die Expertin.

Unzählbar

Wie viele Galaxien das sind und wie viele Sterne zu ihnen zählen, kann man kaum zählen. "Es gibt wahrscheinlich mehr Sterne im Weltall als Sandkörner an allen Stränden der Erde", sagt Monika Staesche. Für uns Menschen ist es schon unvorstellbar, wie viele Sterne allein zur Milchstraße gehören. Wenn man dann in den Himmel guckt, kommt man sich in diesem unendlich riesigen Weltall plötzlich ganz winzig vor. (dpa)

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