19.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Jazz-Seminar ein Erfolgsmodell Brief an die Redaktion

von Redaktion OnetzProfil

Zur Organisation und zu dem Umfeld des Jazz-Seminars schreibt ein Teilnehmer:

Workshops zum Thema Jazz gibt es auch anderswo, etwa in Burghausen, Fürth und natürlich auch in München. Auch dort werden hochkarätige Dozenten engagiert, um den jazzbegeisterten Amateuren tiefere Einblicke in die Geheimnisse der improvisierten Musik zu vermitteln. Also warum sollte man aus München 200 Kilometer weit in die Oberpfalz fahren, wenn man in München mit der U-Bahn in wenigen Minuten am Ziel sein kann? Oder warum nicht in Burghausen, der Stadt mit ihrer weltberühmten Jazzwoche, einen der Workshops mit internationalen Jazzgrößen buchen?

Diese Frage hätte man in der ersten Augustwoche jedem der über 50 Teilnehmer des 12. Jazz-Seminars stellen können. In den Antworten der Teilnehmer hätte man meist die familiäre Atmosphäre, das intensive Üben, die Möglichkeit zum Auftreten oder den Kontakt zu ambitionierten Mitmusikern als Begründung heraushören können, warum sie Jahr für Jahr nach Weiden kommen.

Wo sonst gibt es die Möglichkeit, unter der professionellen Anleitung von sieben Spitzenmusikern eine Woche lang intensiv zu üben, zu lernen und abends gemeinsam beim Auftritt im "Bistrot Paris" festzustellen, was einem der Unterricht gebracht hat?

In den Räumen der Franz-Grothe-Musikschule hat sich in den letzten zwölf Jahren ein Workshop zum echten Erfolgsmodell entwickelt. Der Dozent für Schlagzeug, Thomas Stock, organisiert jedes Jahr ein Top-Programm - unterstützt von der Musikschule und vor allem vom Jazz-Zirkel Weiden, ohne die nach den Worten von Thomas Stock so eine Veranstaltung nicht möglich wäre.

Einmalig ist auch der Kreis der Dozenten, die ansonsten an Musikhochschulen unterrichten oder von einem Engagement zum anderen reisen. So etwa Spitzengitarrist Gerhard Kraus, den sein Tourneekalender mindestens einmal im Jahr in die USA führt, wo er mit anderen "Cats" in verschiedenen Besetzungen spielt. Oder Pianist Michael Flügel, der als Dozent an der Musikhochschule in Nürnberg angehende Berufsmusiker in seiner Klasse sitzen hat. Mit einer nie nachlassenden Begeisterung für die Musik, ohne eine Spur von Arroganz gegenüber den Amateuren und mit ihrem untrüglichem Gehör bereiten sie ihre Bands für die Auftritte vor. Kein Teilnehmer kann sich dem entziehen!

Der Stadt Weiden und ihrer Musikschule kann man dazu nur gratulieren. Würde man eine Umfrage starten, das Jazzseminar Weiden wäre auf Platz 1 - weit vor München und Burghausen!

Prof. Manfred HajekMünchen

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