05.02.2018 - 22:12 Uhr
Deutschland & Welt

KfW vergibt 2017 weniger Förderkredite "Alles wird ein bisschen bescheidener sein"

Frankfurt. Die staatliche KfW hat 2017 weniger Fördergelder vergeben und weniger Gewinn gemacht. "Alles wird ein bisschen bescheidener sein", sagte der neue Vorstandschef Günther Bräunig am Montag in Frankfurt. Der Konzerngewinn werde wie angekündigt etwas niedriger ausfallen als im Jahr zuvor. 2016 hatte die KfW beim Überschuss knapp die Marke von zwei Milliarden Euro überschritten, obwohl üppige Gewinne nicht das Hauptziel der Förderbank sind. Im vergangenen Jahr sagte das Institut, das dem Bund zu 80 Prozent und den Ländern zu 20 Prozent gehört, Kredite in Höhe von 76,5 Milliarden Euro zu (Vorjahr: 81,0 Milliarden Euro). In Deutschland verringerte die KfW angesichts der robusten Wirtschaftsentwicklung und des guten Finanzierungsumfeldes ihre Förderung um etwa 6 Prozent auf 51,8 Milliarden Euro. "Das Fördervolumen ist wichtig, aber nicht primär auf Wachstum ausgerichtet", sagte Bräunig. Wichtig sei es, neue Förderthemen zu entwickeln. Das Gesamtvolumen dürfte in diesem Jahr in ähnlicher Größenordnung liegen wie 2017. "Wenn das Finanzierungsumfeld und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen so gut sind wie derzeit, konzentrieren wir uns als Förderbank stärker auf Felder mit besonderer Zukunftsrelevanz", erläuterte Bräunig. So fragten beispielsweise mittelständische Unternehmen den Angaben zufolge nach zinsgünstigen Kredite der Förderbank insbesondere in den Bereichen Innovation, Digitalisierung und Energieeffizienz. Bräunig steht seit Anfang des Jahres an der Spitze der staatlichen Förderbank.

Günther Bräunig. Archivbild: Frank Rumpenhorst/dpa
von Agentur DPAProfil
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