Kommentar von Alexander Pausch
Zu lange Zeiten mit zu niedrigen Zinsen führen zu Störungen

Die neuerliche Zinssenkung durch die Europäischen Zentralbank (EZB) ist ein weiterer Teil jener Rechnung, die die Bürger in Europa seit 2008 für die Bewältigung der Finanzkrise präsentiert bekommen.

Während die Zentralbanker und mit ihnen die Regierungen der Krisenländer hoffen, dass das billige EZB-Geld hilft, die Kreditkosten für kleine und mittelständische Unternehmen zu senken und so die Konjunktur ankurbelt, zahlen Sparer und Anleger in den stabileren Euro-Ländern die Zeche.

Tagesgeldkonten, Sparbücher werfen nicht mehr genug ab, um mit der Geldentwertung Schritt zu halten. Auch die hierzulande zur Altersvorsorge so beliebten Lebensversicherungen geraten unter Druck. Ihnen fällt es immer schwerer, die Garantiezinsen zu erwirtschaften.

Angesichts des Rekordzinstiefs führt selbst eine Inflationsrate von unter zwei Prozent - was dem EZB-Ziel entspricht - zur kalten Enteignung. Gerechter wäre es, jedes Euro-Land beschlösse eine zweckgebundene Vermögensabgabe zur Schuldentilgung. Damit wäre die EZB aus der Pflicht. Denn wenn die Zinsen zu lange Zeit zu niedrig sind gibt es schwere Störungen.
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