Kommentar von Alexander Rädle
Am Ende zahlt sowieso immer der Kunde

Geisterfahrer. Karikatur: Tomicek
Die IHK Regensburg wartet in ihrer Warnung vor der Pkw-Maut mit einer beeindruckenden Zahl auf. 51,8 Millionen Euro Einbußen für den Einzelhandel in Bayern, weil möglicherweise weniger tschechische Bürger über die Grenze zum Einkaufen fahren. Die Zahl relativiert sich schnell, denn schon 20 Millionen würden wohl alleine auf den Landkreis Cham entfallen. In den anderen Regionen wäre demnach die Lage im wahrsten Sinne des Wortes "halb so schlimm".

Warum ausgerechnet im Landkreis Cham die Einbußen so hoch sind? Eine Antwort darauf bleibt die IHK bislang schuldig. Vordergründig scheint das auch noch keine Rolle zu spielen, denn es geht offenbar in erster Linie darum, Kritik an der Maut zu üben. Diese wiederum ist nicht neu. Als die Autobahngebühr für Lastwagen geplant wurde, befürchtete die Wirtschaft ebenfalls den Untergang des Abendlandes. Heute sind die Gebühren eingepreist, und niemand redet mehr darüber. Sollte die Pkw-Maut irgendwann tatsächlich eingeführt werden, dürfte es ähnlich laufen. Denn am Ende zahlt immer der Kunde.

alexander.raedle@derneuetag.de
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