16.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Frank Stüdemann Nicht ausgeschlossen, dass Berlin noch Position bezieht

Messlatte. Karikatur: Tomicek
von Redaktion OnetzProfil
Kommentar

Von der Kanzlerin werden derzeit Dinge nicht entschieden, sondern allerhöchstens "nicht mehr ausgeschlossen". Waffenlieferungen in den Irak zum Beispiel. Wie immer ist es auch in dieser Frage schwierig, ihre Position genau zu bestimmen. Vizekanzler Sigmar Gabriel hatte dann noch in der "Ostsee-Zeitung" die Einsicht, dass man sich "in einer Zeit dramatischer Krisen überall in der Welt" befinde. Man ist baff bei so viel analytischem Verstand. Und er betont: "Es ist gut, dass sich in einer solchen Lage die Bundesregierung nicht untereinander streitet." Na toll. Immerhin.

Würde man jetzt Waffen in den Irak liefern, wäre das so, als ob man eine Handgranate in einen Raum voller Menschen wirft und glaubt, dass es nur "die Bösen" erwischt.

Allerdings hätten wir da auch noch bestens trainierte Frauen und Männer, die mit Waffen und Militärgerät von Berufs wegen umzugehen wissen. Niemand befürwortet überhastete Marschbefehle. Aber es könnte sich schon so langsam mal die Erkenntnis durchsetzen, dass sich bewaffnete Fanatiker nur durch Profis stoppen lassen.

frank.stuedemann[at]derneuetag[dot]de

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