29.08.2015 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Hans Klemm Schleuser sind Schwerkriminelle, die rigoros zu verfolgen sind

von Autor KMProfil
Kommentar

Den Begriff Fluchthelfer kennen wir aus der jüngeren deutschen Geschichte. Menschen über oder unter dem "Eisernen Vorhang" in die Freiheit zu verhelfen, das war mit Opfern, Mühe und hohem Risiko verbunden. Die "Fluchthelfer" von heute sind Schwerkriminelle, die aus Profitgier aus der Notlage anderer Menschen Kapital schlagen und dabei Leben bewusst leichtfertig aufs Spiel setzen.

Wer 71 Menschen in einen Kastenwagen mit geschätzten 2,20 mal 5 Meter pfercht und ihnen die Luft zum Atmen nimmt, der ist schuldig des Mordes. Niemand mag sich vorstellen, was in diesem Todesgefährt während der Fahrt nach Österreich abgelaufen ist. Fast schon zur Randnotiz verkommt die Meldung, dass vor der libyschen Küste 200 Leichen angespült wurden, die sich in See-untüchtigen Booten auf den Weg ins gelobte Europa gemacht hatten. "Seelenverkäufer" nennen Matrosen solche Pötte. Heute ist der Name Programm: Seele verkauft, Leben verloren.

Die Politik reagiert wortreich-bestürzt. Sie muss nun klare Kante zeigen, sie hat die Mittel dazu: Jeden Lkw/Kastenwagen/Transporter kontrollieren lassen, der aus Südeuropa einreist, den Menschenschmugglern - sie sitzen auch in EU-Ländern - das Handwerk legen, mit Infiltration und verdeckten Ermittlern. Es kann nicht angehen, dass skrupellose Banden halb Europa ins Chaos befördern.

Ein Weg wäre auch, den Behörden gerade in Nordafrika Hilfe anzubieten, mit Polizeikräften oder militärisch. Die Frage sei erlaubt: Woher stammen diese Schlauchboote, Kutter und Rostlauben, aus welchen Häfen laufen sie aus? Das ist doch zu unterbinden! Gleichzeitig wäre es machbar, Kriegsflüchtlingen aus Syrien sichere Korridore zu schaffen, mit Aufnahmestellen an den EU-Außengrenzen.

hans-klemm[at]t-online[dot]de

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