04.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Joachim Gebhardt Pate ist auch ein Freund

von Joachim Gebhardt Kontakt Profil
Kommentar

Da bleibt einem zunächst mal die Spucke weg: Ein halbes Jahrhundert beste Beziehungen der Stadt zu den Patenbooten der Marine, fröhliche Matrosen auf den Festen der Stadt, offizielle Besuche an Bord mit herzlicher Aufnahme - und dann die Forderung: "Keine Patenschaft mit einem Kriegsschiff!"

Das Minenjagdboot "Sulzbach-Rosenberg" gehört zwar zur Bundesmarine, kann aber nur bedingt mit martialischen Einheiten wie etwa der "Bismarck" verglichen werden. Teils unter Lebensgefahr räumt die Besatzung Minen und andere explosive Hinterlassenschaften aus dem Weg oder nimmt an Manövern teil. Kriegseinsatz sieht anders aus.

Wer sogar gegen solche Tätigkeiten ist, der stellt eine Verteidigungsarmee an sich in Frage. Dass die Gewerkschaft am Antikriegstag die Rüstung und die Kriegspolitik mancher Länder kritisiert, ist legitim und nachvollziehbar. Heuer allerdings schoss der Redner König klar übers Ziel hinaus: Eine Marinepatenschaft hat nichts mit Kriegführen zu tun. Menschliche Kontakte sind es, die eine Beziehung zwischen der Stadt und der "Sulzbach-Rosenberg" ausmachen.

Und Freundschaft kann ja wohl nichts Schlechtes sein, schon gar nicht, wenn die Besatzung derartige Schutzaufgaben in der Welt übernimmt wie besagte Minenjäger. Ideologie und Scheuklappen sind schlechtes Handwerkszeug in Zeiten wie diesen.

Wenn im Oktober die Abordnung des Patenbootes hier eintrifft, wird die Stadt sie mit offenen Armen empfangen und mit den jungen Leuten 50 Jahre beste Beziehungen zwischen Kiel und der Oberpfalz feiern. Auch wenn das einigen Wenigen nicht ins ideologische Weltbild passt.

Kurz notiert CVJM-Basar für Kinderbekleidung

Sulzbach-Rosenberg.Den Verkauf von Herbst-und Winterbekleidung einschließlich Schuhen bietet der 2. Kinder-und Babykleider-Basar des CVJM Rosenberg am Sonntag, 21. September, von 13 bis 15 Uhr an.

Damit auf den Tischen eine reiche Auswahl zu finden ist, wird ab 10. September, um telefonische Voranmeldung (ab 8 Uhr) bei Familie Högner, Telefon 09661/8 77 75 30, gebeten.

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