Kommentar von Martin Bink
Am Ende kriegt Georg Schmid doch noch die Kurve

Die Kundgebung. Karikatur: Tomicek
Das war's also für den "Schüttel-Schorsch". Er zieht die Konsequenz aus der Verwandtenaffäre und sagt im Herbst dem bayerischen Landtag "Adieu". Georg Schmid wusste: Mit einem Kampf um einen erneuten Einzug ins Parlament hätte er der CSU einen Bärendienst erwiesen. Wo immer er auch aufgetreten wäre, wäre ihm die Verwandtenaffäre unter die Nase gerieben worden.

Man darf annehmen, dass ihm die Parteioberen, allen voran Horst Seehofer, dies mehr als deutlich vor Augen geführt haben. Und so zieht Schmid die Konsequenz aus seinem Verhalten. Auch wenn es anfangs nicht so aussah: Schmid bleibt nicht auf dem Landtags-Sessel kleben.

Das wirklich Fatale an der Geschichte ist, dass es solche Fälle auch in anderen Parteien gab oder gibt. Wenn nun die anderen betroffenen Abgeordneten nicht ebenfalls schnell die Konsequenzen ziehen, verfestigt sich beim Wähler einmal mehr der Eindruck, von einer großen Koalition der Abzocker in der Politik regiert zu werden. Damit erweisen diese Parlamentarier nicht nur sich und den Parteien, sondern auch der Demokratie einen Bärendienst.
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