Kommentar von Martin Bink
Am EU-weiten Fracking-Verbot führt kein Weg vorbei

Die Kanzlerin,, auch im Urlaub nicht unbeobachtet. Karikatur: Tomicek
"Das Wasser sucht sich seinen Weg." Wohl jeder Hausbesitzer oder Mieter kennt diesen Spruch. Wenn nun Umweltminister Marcel Huber im Freistaat das Fracking mit Hilfe des Wasserrechts verhindern will, so ist das löblich. Doch es ist nur ein kleiner Schritt diese Art der Gasförderung, die große Gefahren für die Umwelt, für Mensch, Tier und Pflanzen mit sich bringt, zu verhindern.

Fracking muss überall untersagt werden. Denn was hilft ein Verbot in Bayern, wenn es jenseits der weiß-blauen Grenzen - egal ob in Tschechien, Österreich oder in Baden-Württemberg - erlaubt ist. Und der Bund? Der hält sich bekanntlich ein Hintertürchen offen und will Fracking nur oberhalb einer Tiefe von 3000 Metern verbieten. Aber auch in größeren Tiefen wird beim Fracking Wasser verseucht. Und auch dieses Wasser gefährdet die Umwelt, da niemand vorher sagen kann, wo es in die Trinkwasserversorgung oder an die Oberfläche gelangt. Denn: "Das Wasser sucht sich seinen Weg."

martin.bink@derneuetag.de
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