30.10.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Der Wahlkampf geht weiter - mit anderen Mitteln

Sturmerprobter Wahlkämpfer. Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Die Menschen an der amerikanischen Ostküste fürchten um ihr Leben, bangen um Hab und Gut. Derweil beherrscht "Sandy", der Monstersturm mit dem niedlichen Namen, eine Woche vor der spannendsten Präsidentenwahl seit langem die Schlagzeilen. Die Kampagnen waren von langer Hand geplant, die Kandidaten hatten Reden, Gesten, öffentliche Auftritte einstudiert. Und jetzt die Sintflut.

Erdbeben, Überschwemmungen, Waldbrände und Tornados - der Kontinent ist immer noch ein raues Land. Entsprechend erfahren sind die USA im "Management" von Katastrophen. Und die Bürger sehen kritisch hin. Solche Situationen scheiden Helden von Maulhelden. Wem nützt der Sturm? Eine zynische Frage, sicher. Aber sie gehört zum Repertoire von Wahlkampfstrategen.

Präsident Barack Obama zeigt im Lagezentrum Führungsstärke. Eine Gratwanderung, denn Versagen wird auf ihn zurückfallen. Die Herausforderer sitzen nicht in Krisenstäben, was kein Nachteil sein muss. Paul Ryan, der Vize-Kandidat der Republikaner, macht aus der Not eine Tugend und will für die Menschen beten. Eine gute Idee - wenn es ihm ernst damit ist.

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