26.03.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Deutliche Signale von der Saar an die kleinen Parteien

Schlag auf Schlag. Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Annegret Kramp-Karrenbauer bleibt Regierungschefin. Damit war die eigentliche Frage im Saarland schnell beantwortet, ob CDU oder SPD die Nase vorn haben. Eine große Koalition war lange vor dem Wahlsonntag ausgekartelt, die Bürger haben sich entsprechend verhalten - womöglich auch enthalten. Weder für die Union noch für die Sozialdemokraten im Bund hat das Ergebnis ihrer Truppe an der Saar große Bedeutung.

Wenn das kleine Saarland als Stimmungstest für irgendwen diente, dann für die kleinen Parteien. Die Liberalen wissen nun, dass der Abwärtstrend immer noch nicht gestoppt ist. Für die FDP wird es existenzbedrohend. Mit weiteren Schlappen an der Küste und in NRW droht einer einst prägenden Partei der Bundesrepublik die Bedeutungslosigkeit.

Die Linke lebt im Saarland vom Sonderfaktor Oskar Lafontaine. Deshalb sagt das Ergebnis weniger über die Partei aus als über ihr prominentes Aushängeschild. Doch mit dem Stehaufmännchen ist weiter zu rechnen. Die Grünen sind ein Jahr nach Fukushima und dem Epochensieg in Baden-Württemberg mit sich selbst beschäftigt. Am Sonntag gab es die Quittung. Überraschungssieger des Tages sind die Piraten. Nach dem Einzug im ländlichen Saarland kann sich die Republik auf weitere Kaperfahrten der Freibeuter einstellen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.