28.12.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Einfache Rezepte helfen in der Familienpolitik nicht weiter

Startposition. Karikatur: Tomicek
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Kommentar

Zwischen den Jahren, die Weihnachts-Kaffeerunden bei den Großeltern sind eben auseinandergegangen, wärmt Andrea Nahles das Thema Familienpolitik auf. Um das "Gedöns", wie weiland noch Gerhard Schröder zu spötteln wagte, war es unter der aktuellen SPD-Männer-Troika recht still. Außer der Ablehnung des Betreuungsgeldes bleiben in der öffentlichen Wahrnehmung bisher wenige Vorschläge haften.

Andere Themen haben sich in der Agenda nach vorne geschoben. Und doch ist die Frage nicht weniger drängend: Wie kommen in Deutschland wieder mehr Kinder zur Welt? Mit immer mehr Geld geht es offensichtlich nicht. Das Elterngeld, obwohl gut gemeint, hat jedenfalls keinen durchschlagenden Erfolg gezeitigt.

Nahles will das Profil ihrer Partei schärfen und greift zu Recht die Sorgen einer Generation auf, die sich zwischen Job und Familienplanung aufgerieben fühlt. Aber einfache Rezepte für die Familienpolitik gibt es nicht. Die Menschen bekommen Kinder, wenn sie können und wollen. Beides muss erfüllt sein. Und dazu gehört ein Umfeld, das durch und durch kinderfreundlich ist, statt einer vom Neid zerfressenen Gesellschaft, die jeder Gruppe das Gefühl gibt, gegen eine andere ausgespielt zu werden.

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