05.06.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Facebook und die Kinder: Die Grenzen von Verboten

Neues Problem aufgetaucht. Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Facebook packt ein heißes Eisen an - "endlich", möchte man sagen. Dass sich Grundschulkinder in sozialen Netzwerken tummeln und bisweilen verheddern, ist ja keine so neue Erkenntnis. Hinter dem publik gewordenen geplanten Kinderprogramm des amerikanischen Konzerns mag das Kalkül stecken, zu mehr Nutzern zu kommen. In jedem Fall ist es aber ein Eingeständnis, dass die bisherigen Schutzmechanismen nicht funktionieren.

Das Verbraucherschutzministerium ist alarmiert und mahnt beim Internetgiganten einmal mehr den Schutz Minderjähriger an. Ansonsten? Gar nichts. Ilse Aigner hat kein großes Drohpotenzial. Anders als in Discos oder Spielhallen lässt sich der Jugendschutz nicht so einfach kontrollieren. Auch Eltern stoßen an Grenzen. Smartphones lösen PCs ab, da hilft der kritische Blick ins Kinderzimmer nicht viel.

Umso wichtiger, dass der Umgang mit dem Internet ein Teil der Erziehung wird. Aufklärung 2.0 sozusagen für "Safer surf". Schüler können Eltern und Lehrern mehr übers Internet erzählen als umgekehrt. Aber sie können von Erwachsenen etwas über Verantwortung und Selbstbewusstsein erfahren. Von Facebook lernen sie das nicht.

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