07.01.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Für die FDP geht es um das nackte Überleben

"... er ist immer noch am Ruder!" Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Die FDP-Führung betreibt Hauen und Stechen auf offener Bühne, als gäbe es keine Landtagswahl in zwei Wochen zu meistern. Oder sie hat Niedersachsen schon abgeschrieben und Philipp Rösler gleich mit. Die Angst geht um, bei der Bundestagswahl in einem Dreivierteljahr pulverisiert zu werden. Die Gefahr droht tatsächlich.

Auf ein Rettungspaket Angela Merkels für einen Mehrheitsbeschaffer sollte keiner der Liberalen hoffen. Die Kanzlerin hat eine Legislaturperiode mit den Sozialdemokraten regiert, und bald eine ganze in der schwarz-gelben "Wunschkoalition". Bei nüchterner Betrachtung war keine der Konstellationen eindeutig besser oder schlechter für die Kanzlerin oder die CDU. Die Union ist stark wie lange nicht. Merkel kann sich ausrechnen, dass es auch im Herbst noch reichen sollte, um im Kanzleramt zu bleiben. Mit wem auch immer. Zumal der SPD dank ihres Kandidaten-Debakels gerade die Felle davonzuschwimmen drohen.

Die Liberalen müssen von alleine aus dem Sumpf herauskommen. Das ist ein gefährliches Manöver, denn je wilder sie strampeln, desto tiefer drohen sie einzusinken.

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