24.03.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Für Sicherheit und die Umwelt das große Rad drehen

Die Zähne zeigen. Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Wer jetzt seine Fahrradreifen aufpumpt, die Kette ölt und den Rahmen poliert, muss wissen: Er lebt gefährlich. Mehr als 13 500 Mal sind im vergangenen Jahr Radfahrer in Bayern verunglückt. 62 starben. Radfahrer haben gegenüber Autofahrern einen im Extremfall tödlichen Nachteil: Sie schützt keine Knautschzone, kein Gurt und kein Airbag.

In Deutschland ging binnen zwei Jahrzehnten der Zahl getöteter Auto-Insassen um 72 Prozent zurück, die der getöteten Radfahrer nur um 55 Prozent. Die Ankündigungen aus München für mehr Radwege und aus Berlin für Warnsysteme an Lastwagen sind zu begrüßen. Die Ministerien reagieren verschärft auf die Schutzlosigkeit der Radfahrer. Ein zweiradfreundliches Klima setzt aber ein echtes Radwegenetz voraus, das der Freistaat nur zusammen mit allen Städten und Gemeinden knüpfen kann. Investitionen, die sich lohnen: Radeln ist gesund, umweltfreundlich und in der Oberpfalz ein wichtiger Baustein des Tourismus.

stefan.zaruba[at]derneuetag[dot]de

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.