14.02.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Geschwätzige Genossen und ein Bundesinnen-Mysterium

"Das ist kein Begrüßungsritual, Frau Ministerin!" Karikatur: Tomicek
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Kommentar

Aus dem "Fall Edathy" ist nahezu über Nacht eine Affäre von kaum absehbarer Brisanz geworden. Noch am Dienstag rangen SPD-Granden nach Worten, um den ungeheuren - bislang aber auch nicht bestätigten - Verdacht gegen einen aus ihren Reihen zu kommentieren. Sie stecken nun wegen zu viel Geplaudere in Erklärungsnöten, ebenso wie ein Bundesminister der CSU.

Hans-Peter Friedrichs Ex-Sprecher schiebt als Gründe für den Tipp an Sigmar Gabriel die "politische Dimension" der Angelegenheit vor und die Vertraulichkeit des Gesprächs. Dabei musste der damals ranghöchste Sicherheitspolitiker wissen, dass jeder Streifenpolizist den Job verlieren kann, wenn er das Umfeld von Verdächtigen vor laufenden Ermittlungen warnt. Was hat ihn also geritten, damals im Oktober? Die Sorge, dass eine künftige Regierung Schaden nehmen könnte, sollte Edathy ein Amt erhalten? In diesem Polit-Thriller müssen die Fakten auf den Tisch. Allen voran dürfte Regierungschefin Angela Merkel daran Interesse haben, was in ihrem Laden lief. Laut ihrem Sprecher hatte man sie ja im Dunkeln gelassen.

stefan.zaruba[at]derneuetag[dot]de

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