04.01.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Horst Seehofers gute Vorsätze gelten nur für die anderen

Bayerischer Fenstlerer. Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Horst Seehofer bleibt sich im neuen Jahr treu. Vor den wichtigen Klausuren um Dreikönig herum spricht er viel und so vielstimmig, dass er für Kaspar, Melchior und Balthasar in einem singen könnte. Und alle hören staunend dabei zu, wenn er es wieder geschafft hat, das Gegenteil von dem zu tun, was er fordert.

Da lässt sich der CSU-Chef mit dem "einzigen und wichtigsten" Rat an die FDP zitieren, sie dürfe sich nicht mehr mit sich beschäftigen. Dabei macht der Ministerpräsident selbst das größte denkbare Fass in einem Wahljahr auf. Er zettelt erneut eine Debatte um Koalitionsoptionen an und mischt damit außer den Liberalen auch die Landesgruppe seiner Partei in Berlin auf, die an dieser Front gerne etwas Ruhe hätte.

Die Bundestagsabgeordneten, die sich gerne von der Münchner Parteizentrale emanzipieren, haben sich für die Klausur kommende Woche in Kreuth eine Tagesordnung voller spannender Sachthemen vorgenommen. Seehofer hat es aber geschafft, dass man zunächst über ihn spricht. Das neue Jahr beginnt, wie das alte geendet hat.

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