20.01.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Pannenhelfer in Not: Der ADAC hätte solche Irrfahrten nicht nötig

Schwarz-Rot-Käppchen. Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Die Schummelei mit Stimmen bei der Kür des Lieblingsautos ist ein Totalschaden für die Glaubwürdigkeit des ADAC. Was soll man nun von seinen Sicherheitstests halten? Und sie ist eine Frechheit gegenüber den Mitgliedern, in deren Namen der Club Autobauer mit Preisen und Parteien mit Forderungen überhäuft.

Rund 19 Millionen Mitglieder hat der ADAC. Sie sind bestimmt nicht alle beigetreten, weil die "Motorwelt" Pflichtlektüre eines Autofahrers wäre. Nicht, weil sie über die Lautsprecher der Münchener Zentrale Verkehrspolitikern und Ölmultis den Marsch blasen wollen. Und auch nicht, weil der Verein Warnwesten an Schulkinder verteilt. Es sind eher handfeste Gründe, warum Kraftfahrer den Gelben Engeln über Jahrzehnte die Treue halten. Das Plastikkärtchen mit dem Vereinslogo ist das Ass im Ärmel des Reisenden, der eine Panne hat. Das Rundumpaket von technischer Hilfe über den Abschleppdienst bis hin zum Rücktransport im Vereins-Rettungsflieger ist beeindruckend. Da bräuchte es weder Selbstbeweihräucherung im Clubheft noch Show-Tamtam auf Tuchfühlung mit Automanagern.

stefan.zaruba[at]derneuetag[dot]de

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