28.02.2013 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Papst und Mensch: Der "Arbeiter im Weinberg des Herrn"

Weißer Rauch. Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Der Bischof von Rom, der Nachfolger im Petrusamt, ist ein Mensch. Durch und durch. Joseph Ratzinger hat das vorgelebt. Vom Beginn seines Pontifikats an. Ein "Arbeiter im Weinberg des Herrn" sei er, machte er einst deutlich, seither ein geflügeltes Wort für Understatement. Benedikt XVI. rückte Maßstäbe zurecht.

Wir heute Lebenden können schwer ermessen, ob der vermeintliche Übergangspapst eine nachhaltige Veränderung angestoßen hat. Benedikt hat immerhin vorgelebt, wie das Papstamt künftig empfunden werden könnte. Der Pontifex, der "Brückenbauer", hat tatsächlich Brücken gebaut. Joseph Ratzinger, erreichte die Menschen, indem er sich als Mensch zeigte. Hart in seiner Lehre, geschliffen im Wort, mitfühlend und verzeihend in seinen Gesten. Er gestand Selbstzweifel - "Herr, tu mir das nicht an" - ebenso ein wie die Endlichkeit seiner Kräfte.

Und dann war da diese feine Heiterkeit. Am Mittwoch sprach er von Momenten für die Kirche, in denen Gott zu schlafen schien. Ein großer Theologe mit einer kleinen Schwäche für Ironie. Ein Mensch, den man auch einfach mögen durfte, egal wie man zur Kirche und zu seinen Positionen steht.

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