04.04.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar von Stefan Zaruba Wer A sagt, muss auch B sagen: Pendlerpauschale rauf - oder weg

Überraschungseier. Karikatur: Tomicek
von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Es gibt gute Gründe, die Absetzbarkeit der Fahrtkosten zur Arbeit zu streichen. Und zwar komplett. Das Werkstorprinzip - der Job beginnt demnach an der Schwelle zur Fabrik oder zum Büro - wäre ein echter Paradigmenwechsel. Der Gesetzgeber hat es schon einmal probiert, aber zu zaghaft. Den schrägen Plan, nur bei Kurzstrecken-Pendlern zu sparen, Langstrecken-Pendler aber weiter zu subventionieren, hat Karlsruhe folgerichtig kassiert.

Das Herumeiern um die Höhe der Pendlerpauschale nervt. Entweder findet die Politik den Mut, das Werkstorprinzip mit allen Konsequenzen umzusetzen, oder sie trägt steigenden Spritpreisen Rechnung und koppelt das Entfernungsgeld an die Kosten, die Autofahrern entstehen. Wer heilige Kühe nicht schlachtet, muss sie füttern.

Der Kleinkrieg um das Kilometergeld flammt stets im Gefolge der Debatte um die Spritpreise auf. Das Thema wird uns erhalten bleiben, denn der Trend bei den Preisen für Erdölprodukte weist nach oben. Viel Getöse um Elektromobilität und effiziente Autos war in den letzten Jahren zu hören. Von einer Unabhängigkeit vom Öl ist aber weiter nichts zu spüren.

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