Kommentar von Uli Piehler
Mutmacher nach dem Terror: Boston steht zusammen

Prozessvorbereitungen. Karikatur: Tomicek
Erneut zeigte der Terror in Boston seine fiese Fratze. Das Blutbad sollte bei einer Sportveranstaltung entstehen, wo sich Menschen aus aller Herren Länder gegenseitig Mut zusprechen, sich respektvoll applaudieren, in den Armen liegen. Die Bomben sollten dort explodieren, wo sich die meisten Leute aufhielten. Selbst die hohe mediale Aufmerksamkeit war wohl Teil des perfiden Plans.

Die Sinnlosigkeit dieses Teufelswerkes zeigt sich schon darin, dass zunächst einmal gar nicht so wichtig ist, wer es sich ausgedacht hat. Egal ob sich amerikanische Extremisten, internationale Islamisten oder andere Wahnsinnige zu der Tat bekennen - aus Boston kommt das ermutigende Signal, dass die Menschen noch mehr zusammenstehen und sich nicht einschüchtern lassen. Das hat New York nach den Anschlägen vom 11. September 2001 vorgemacht und die norwegische Gesellschaft nach dem Terrorakt auf der Insel Utøya in beeindruckender Weise wiederholt. "Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit", sagte Norwegens Premier Jens Stoltenberg bei der Trauerfeier für die Breivik-Opfer. Das ist die Höchststrafe für die Terroristen.
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