08.01.2018 - 21:14 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zu Barbara Meier bei den Golden Globes Völlig verrechnet

Da hat sich die frühere Mathematik-Studentin Barbara Meier aber mächtig verrechnet. Ihr non-konformer Auftritt bei den Golden Globes hat der Ambergerin zwar jede Menge Aufmerksamkeit, mindestens aber genauso viel Empörung gebracht. Gut gemeint bedeutet eben nicht immer auch gut gemacht.

von Frank Werner Kontakt Profil

Wortreich erklärt die 31-Jährige via Instagram die Wahl ihres Blumenkleides. "Wir haben uns diese Freiheit lange erkämpft, dass wir tragen können, was wir möchten und es auch in Ordnung ist, sich sexy zu kleiden."

Andere Stars hatten die Aufforderung zum gemeinsamen schwarzen Outfit ganz anders verstanden als die Oberpfälzerin. Keineswegs als Gebot, sich nicht sexy zu kleiden, sondern als gemeinsame Aktion beider Geschlechter, um auf Machtmissbrauch und Unterdrückung von Frauen aufmerksam zu machen. Ein mächtiges Zeichen der Verbundenheit. Männer und Frauen fühlten sich nun "ermutigt, in einer breiten, schwarzen Reihe zusammenzustehen", sagte zum Beispiel Schauspielerin Meryl Streep bei der Gala.

In den USA haben sich mehr als 300 prominente Schauspielerinnen und Filmproduzentinnen zur "Time's Up"-Kampagne zusammengeschlossen. Ziel: praktische und finanzielle Hilfe für betroffene Frauen.

"Babsi" Meier hätte es gut zu Gesicht gestanden, in Los Angeles nicht den bunten Vogel zu spielen. Ein Titelbild weniger, dafür ein Stück Solidarität mehr - das wäre die bessere Botschaft aus der Oberpfalz gewesen.

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