03.10.2017 - 19:26 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zum Amoklauf von Las Vegas: Die Waffenlobby siegt immer

von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Mindestens 59 Tote, mehr als 500 Verletzte - ein einziger Täter. Unfassbar. Dennoch winken viele ab, bei der Frage, ob sich jetzt in den USA beim Waffenrecht etwas ändern könnte. Der Angriff von Las Vegas ist zwar die schlimmste Attacke mit einer Schusswaffe in der Geschichte der USA, aber beileibe nicht der einzige: "477 Tage, 521 Massenmorde, Null Aktionen durch den Kongress", schreibt die Zeitung "New York Times". Seit dem Angriff auf den Nachtclub in Orlando im Juni 2016 sind nach dieser Zählung mindestens 585 Menschen bei Amokläufen getötet und 2156 verletzt worden. Durchschnittlich 92 Menschen sterben täglich in den USA durch Schusswaffen. Seit 1970 sind so mehr Amerikaner getötet worden als in allen Kriegen der USA seit dem Unabhängigkeitskrieg.

Die Vereinigten Staaten sind Kriegsgebiet. US-Soldaten, die von der Oberpfalz aus in den Irak oder nach Afghanistan gingen, haben darauf im privaten Gespräch immer wieder hingewiesen. In Umfragen stimmen Mehrheiten für eine Einschränkung des Waffenrechts. Doch am Ende geht der Kongress vor der Waffenlobby und -industrie in die Knie.

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