Kommentar zum Dschungelcamp
Kakerlaken und Kasalla

Vollpfosten und Versager, Muttis und Muskelmänner, Nackedeis und Neurotiker: Ab Freitag rücken die Schattenfiguren der Promi-Liga wieder für zwei Wochen ins Tageslicht. Das Dschungelcamp auf RTL gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten TV-Formaten. Nicht ohne Grund.

Es ist mehr als purer Voyeurismus, die Lust an Schadenfreude, an Selbstzerstörung, die Millionen vor die Bildschirme locken. Es ist die (Selbst)Ironie der Moderatoren Zietlow und Hartwich, die Zickenzoff und Protzgehabe auf die Schippe nehmen. Es sind die Psycho-Spielchen der Kandidaten am Lagerfeuer, die für einen hohen Unterhaltungsfaktor sorgen. Die oftmals ausgelutschten Kakerlaken-Ekelprüfungen sind nur noch Randerscheinungen.

Langeweile ist das größte Gift im Camp. Mit Typen wie "Kasalla" Legat und Softie Menderes hatte RTL in der letzten Staffel Glück. Jetzt sind "Malle-Jens" und Fräulein Menke gefragt. Der jährliche Spagat zwischen Assi-TV und Grimme-Preis - das Dschungelcamp lässt keinen kalt.

frank.werner@oberpfalzmedien.de
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