Kommt der Lastwagen vom Breitscheidplatz ins Museum?
Keine Mittäter

Bonn/Berlin. Gegen einen Bekannten von Anis Amris, des Attentäters von Berlin, wurde Haftbefehl wegen des Verdachts auf Leistungsbetrug erlassen. Der Verdacht, er könne in den Anschlag eingebunden gewesen sein, habe sich dagegen für einen Haftbefehl nicht genügend erhärtet, sagte die Sprecherin. Der Berliner Generalstaatsanwaltschaft zufolge soll der 26-jährige Tunesier mit mindestens zwei Aliasnamen von April bis November 2015 in mehreren Städten zu Unrecht Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten haben.

Der Mann war am Dienstag im Zusammenhang mit den Anschlagsuntersuchungen in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft vorläufig festgenommen worden. Er hatte Amri laut Bundesanwaltschaft am Vorabend des Anschlags in einem Restaurant getroffen und sich intensiv mit ihm unterhalten. Er kannte Amri demnach seit Ende 2015. Bei einer zweiten Durchsuchung ging es um einen früheren Mitbewohner Amris, den die Bundesanwaltschaft als Zeugen führt.

Das Haus der Geschichte in Bonn hat unterdessen noch nicht darüber entschieden, ob es den Lastwagen des Terroranschlags von Berlin teilweise in seine Sammlung aufnehmen wird. "Es ist noch zu früh, um darauf eine abschließende Antwort geben zu können", sagte Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, in einem Interview. Um hier die richtige Entscheidung zu treffen, bedürfe es eines zeitlichen Abstands zu der Tat. Der ganze Lastwagen wäre wohl auch zu groß. "Eher müsste man an ein bestimmtes Teil denken."
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