28.12.2017 - 16:42 Uhr
Deutschland & Welt

Lawinengefahr in den Alpen USA versinken im Schnee

Eisige Temperaturen und starke Schneefälle plagen die Menschen in Nordamerika. Auch in den Alpen steigt die Lawinengefahr.

von Agentur DPAProfil

Washington/London/München. Während sich der Winter in Europa derzeit meist von seiner milderen Seite zeigt, leiden Teile Nordamerikas unter einem heftigen Kälteeinbruch. In der in den USA als "Kältekammer der Nation" bekannten Kleinstadt International Falls (Bundesstaat Minnesota) nahe der Grenze zu Kanada fiel die Temperatur am Mittwoch auf -37 Grad Fahrenheit (-38,33 Grad Celsius), wie der örtliche Wetterdienst mitteilte. Damit wurde ein bisheriger Tiefstwert von -32 Grad Fahrenheit aus dem Jahr 1924 unterschritten.

In Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania fielen 165 Zentimeter Schnee, wie der Sender CNN am Donnerstag berichtete. In Minnesota zogen hunderte Eisangler auf den zugefrorenen See Upper Red Lake, um Zander zu fangen. CNN-Meteorologe Brandon Miller erwartete für die kommenden Tage für große Teile der USA Temperaturen von zehn Grad unter Durchschnitt.

Mit dem Schneefall in den Alpen steigt die Lawinengefahr. Der Lawinenwarndienst Bayern hat am Donnerstag die dritte von fünf Warnstufen ausgegeben. "In der Nacht haben wir recht viel Neuschnee bekommen, etwa 20 bis 30 Zentimeter", erklärte ein Experte. Auswirkungen des Winterwetters haben Reisenden in Großbritannien auch am Donnerstag zu schaffen gemacht. Hunderte Passagiere hatten Medienberichten zufolge am Londoner Airport Stansted übernachtet und warteten noch am Morgen auf Ersatz für gestrichene Flüge. Der Flugbetrieb in Stansted war am Mittwoch nach heftigem Schneefall eingestellt worden. Am Donnerstag lief nach Angaben des Flughafens wieder alles nach Plan. Autofahrer wurden im ganzen Land am Donnerstag zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. Unterdessen hat ein Tropensturm im Nordwesten Australiens Bäume entwurzelt und Gebäude beschädigt. Berichte über Verletzte in dem von Zyklon "Hilda" getroffenen Küstenort Broome und in nahen Gemeinden australischer Ureinwohner gebe es bisher nicht, meldete der TV-Sender ABC.

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