Leserbrief
Die Sache "läuft nun endgültig aus dem Ruder"

Zum Artikel "Teurer Wolf":

Die Forderungen vom Bund Naturschutz zum Thema Wolf sind für mich nicht nachvollziehbar, weil sie wieder größtenteils der Steuerzahler tragen muss. Ein Beispiel sind die hohen Prozesskosten, die bei den Gerichten entstehen, wenn es um den Abschuss eines Problemwolfes geht. Oder ein Förderprogramm von einer Million Euro für die Anpassung von Beweidungsformen für Nutztiere. Auch soll der Staat die Nutztierhalter und Landwirte bei Schäden durch den Wolf finanziell entschädigen. Des Weiteren soll er auch noch die Öffentlichkeit auf die Rückkehr des Wolfes vorbereiten und bei möglichen Konflikten Lösungen finden.

Die Kosten für Schutzmaßnahmen in Höhe von 241 bis 413 Millionen Euro und die jährlichen Folgekosten von 28 bis 43 Millionen, die die Landesanstalt für Landwirtschaft bekanntgab, sind für mich ein Indiz, dass die Sache nun endgültig aus den Ruder läuft. Richtig wäre, wenn der Bund Naturschutz oder andere Organisationen, die sich immer wieder lauthals für die Rückkehr von Biber, Fischotter, Luchs und Wolf bei uns stark machen, einen Teil der Kosten, die diese Projekte verursachen, bezahlen müssen.

Die Politiker dürfen auf keinen Fall vor diesen grünen Lobbyisten und selbst ernannten Naturschützern einknicken. Sie sollten stattdessen die Argumente der Landwirte, Waldbesitzer, Schafzüchter, Reiter, Teichwirte und Weidetierhalter, die mit Tausenden von Unterschriften und Petitionen vor die Länderparlamente gezogen sind, vertreten. Auch die Warnungen der Jägerschaft, dass sich das Sozialverhalten der Schalenwildarten wegen des Wolfs ändern wird, werden von diesen sogenannten Fachleuten ignoriert. Das Wild wird nur mehr nachts heraustreten. Es kommt zu Großrudelbildung, und die Wildschäden im Wald und auf den Feldern werden zunehmen. Ich prophezeie jetzt schon: Wenn man dann mit dem Problem Wolf nicht mehr fertig wird, rufen alle nach der Jägerschaft, wie es zurzeit beim Biber der Fall ist.

Seit ich mich mit der Thematik Wolf beschäftige, bin ich immer wieder überrascht, wer alles mit diesen Wiederansiedlungsprojekten Geld verdient. Hätte man alle Steuergelder genommen, die bis jetzt in Deutschland für teure Wiederansiedlungsprojekte, Entschädigungen und grüne Spinnereien ausgegeben wurden, und hätte man sie stattdessen für die Alten- und Krankenpflege verwendet, dann würden wenigsten diejenigen etwas davon haben, die einen Teil dieser Steuergelder eingezahlt haben.

Reinhold Meier, 92708 Mantel
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.