18.05.2018 - 20:16 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief Wölfe "in die Abschusslisten"

Zu "Wolf im ,Blutrausch': Abschuss gefordert":

von Externer BeitragProfil

Es war nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passieren musste. Die Gefahr war bekannt. Wie in Deutschland üblich, wurde nur endlos darüber diskutiert und debattiert, geschehen ist nichts. Auch jetzt vernimmt man von Frau Klöckner (CDU) nur reichlich vage, man müsse "die Entwicklung der Wölfe in Deutschland genau beobachten". Ist das alles? Das macht mich so wütend! Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist für den Wolf. Die hat von ihm ja auch nichts zu befürchten. Dieses Massaker an 43 völlig wehrlosen Schafen müsste doch auch den letzten realitätsfernen Wolfs-Träumer in die Wirklichkeit holen. Wölfe sind nun mal Raubtiere und so verhalten sie sich eben. Das ist Fakt.

Fakt ist auch: Weil natürliche Feinde fehlen, können sie sich ungestört vermehren. Wir sind erst am Anfang, langfristig werden sie immer zahlreicher werden. Die Jungen suchen sich neue Reviere, so dass künftig mit häufigeren Attacken auf Weidetiere zu rechnen ist. Schafhaltern fehlt meist das Geld für teure Herdenschutzhunde oder wirksame Zäune. Und ob Zäune wirklich etwas bringen, ist sowieso zweifelhaft. Der Bauer im obigen Fall wird entschädigt werden. Doch gleicht dies nur den finanziellen Schaden aus. Denkt vielleicht auch mal jemand an die Todesangst der armen Schafe, die in Panik vor dem rasenden Wolf flüchten wollen und es nicht können? Und wer denkt an das schockierte Entsetzen des Schäfers, der jedes seiner Tiere kennt und sie grauenvoll zugerichtet auffindet? Gefühle kann man nicht mit Geld entschädigen.

Herr Rülke (FDP) spricht mir aus der Seele: Das Romantisieren der Wölfe muss beendet werden. Sie müssen in die Abschusslisten der Jäger aufgenommen werden. Nicht um sie erneut auszurotten, sondern um die Population niedrig zu halten. Dass das keine Garantie ist, solche Gemetzel zu verhindern, ist mir schon klar. Die Alternative wäre aber eine ungehemmte Vermehrung der Wölfe und immer mehr sinnlos gerissene Opfer.

Was ist uns wichtiger, wen müssen wir schützen, die Wölfe oder die Schafe? Bisher waren es eindeutig Erstere. Das kann und darf so nicht bleiben, es muss endlich gehandelt werden, sofort, und im Sinne derer, die den Schaden haben.

Elke Wedel, 92259 Neukirchen

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