18.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbriefe "Bürger würden es der Stadt danken"

von Redaktion OnetzProfil

Zum Artikel "Notfalls auch an den Wochenenden":

Im Zuge der Maßnahme ist auch die Erneuerung des katastrophal unebenen Asphaltbelages im Abschnitt der Hockermühlstraße vom Pflegerkreuz zur Fuggerstraße vorgesehen, für die die Stadt Amberg die Verantwortung als Baulastträger hat. Scheinbar werden die dortigen Maßnahmen lediglich auf das Aufbringen eines neuen Asphaltbelages beschränkt, ohne grundlegende weitere notwendige Verbesserungen.

Diese wären erforderlich, um die dortigen Verkehrsverhältnisse bei dieser Gelegenheit nachhaltig verkehrstechnisch zu verbessern. Ständige Staus und gefährliche Verkehrssituationen auch außerhalb der Hauptverkehrszeit sind in diesem Abschnitt an der Tagesordnung. Dringend verkehrstechnisch nötig wäre die Verbreiterung der Hockermühlstraße für eine eigene Abbiegespur aufgrund des ständig starken Verkehrstroms in Richtung des Gewerbegebietes an der Fuggerstraße aus Richtung Pflegerkreuz. Durch diese sinnvolle Entflechtung der Verkehrsströme ließe sich insbesondere der oft gefährliche Rückstau in die Pflegerkreuzung hinein vermeiden und sich der Verkehrsfluss auch aus der Richtung Infanteriestraße sowie des Linksabbiegers B 85 stadtauswärts in Richtung Hockermühlstraße auf Dauer verbessern. Auch eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Ampelanlage an der Kreuzung Fuggerstraße könnte erreicht werden.

Es ist also nicht damit getan, den Bürgern seitens der Politik eine notwendige Neuasphaltierung als eine besondere Anstrengung zur Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur zu verkaufen. Wenn man schon bauliche Maßnahme durchführt, müsste sich eigentlich die Stadt Amberg für den Bereich der Hockermühlstraße vorher überlegt haben, wie man verkehrliche Defizite durch bauliche Maßnahmen beseitigt. Im Abschnitt Pflegerkreuz und Fuggerstaße wäre dies für einen besseren Verkehrsfluss und zur Vermeidung von Unfällen dringend notwendig. Bei einer Bewertung des vorhandenen Zustandes (Verkehrsicherheitsaudit) würde dieser Abschnitt auch wegen seiner vorhandenen verkehrlichen Mängel glatt durchfallen.

Aus diesem Grunde sollte sich die Stadt Amberg, bevor sie jetzt lediglich für die Asphaltierung ohne nachhaltige verkehrliche Verbesserung das Geld ausgibt, nochmals überlegen, diesen Abschnitt baulich für das sehr hohe Verkehrsaufkommen zukunftsfähig zu machen. Dies bedeutet die Zurückstellung der aktuell geplanten baulichen Maßnahme im Interesse des Verkehrsteilnehmers und Steuerzahlers. Es würde von politischer Weitsicht und Einsicht zeugen - was ja keine Schande wäre -, wenn die Stadt Amberg nochmals über die angeregten sinnvollen Verbesserungen neu nachdenkt und die für den Verkehrsablauf optimierte Maßnahme erst im nächsten Jahr umsetzt.

Die Bürger als geplagte Verkehrsteilnehmer, die auf eine gute Verkehrsinfrastruktur angewiesene Wirtschaft, aber auch die Polizei würden es der Stadt Amberg und ihrer Verwaltung danken. Gerade Planungen der kommunalen Infrastruktur sind ein ständiger Optimierungsprozess, der nie zu Ende ist.

Alfons Swaczyna, Ltd. Baudirektor a.D., Regensburg

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