13.01.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbriefe Bürgerspital: Gute Ideen blieben unbeachtet

So sieht das Modell der ehemaligen Architektur-Studentin Heike Engelhard für das Bürgerspital-Areal aus: zwei Häuserzeilen, deren Gebäude mit Glaselementen verbunden sind. Zentrales Bauwerk ist das Ring-Kino. Bild: Hartl
von Redaktion OnetzProfil

Zum Artikel "Die letzten Tage des Bürgerspitals" in der AZ vom 8. Januar erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift:

Verwundert zeigt sich der Oberbürgermeister darüber, dass 2001 bereits das Gelände des Bürgerspitals geplant wurde. Bestimmt hat er auch vergessen, dass sich ein Jahr später ein ganzer Studiengang mit diesem Thema beschäftigt hat und es zu seinem Diplomthema machte. Zugegeben, alle Studenten stammten aus dem norddeutschen Raum und gehörten der Fachhochschule Hildesheim (Niedersachsen) an, also weit weg von Amberg.

Ich gehörte damals als einziger heimischer Vertreter diesen Studenten an und habe mich auch mit der ehemaligen Baureferentin um dieses Thema bemüht. Damals machten wir uns auf eigene Kosten zu einem Tagesausflug nach Amberg auf, um uns vor Ort ein Bild zu machen. Im Studiengang Innenarchitektur entwickelten 20 Studenten neue Konzepte für dieses "Sanierungsgebiet K".

Jedes Mal, wenn wieder ein Artikel zu diesem Thema in der AZ steht, blicke ich wehmütig auf mein Diplommodell, das noch immer neben meinem Schreibtisch "thront", weil es gar so viel Arbeit und Mühe gemacht hat und weil sich all die Jahre keiner wirklich dafür interessiert hat. Schade, dass da so viele junge Leute so viele gute Ideen hatten und es keinen seitens der Stadt wirklich interessierte!
Architekturwettbewerbe kosten Geld. Diese Entwürfe kosteten quasi nichts. Naja, vielleicht wären sie eine Einladung wert gewesen für 20 engagierte Studenten, eine kleine Aufmerksamkeit oder gar eine kleine Ausstellung? Nun stauben diese ganzen Entwürfe weiter vor sich hin. Unbeachtet bleiben all die guten Konzepte, die mit so viel Liebe, Engagement und Kreativität entstanden: Schulgelände, Hotels, Einkaufspassagen und betreute Wohnanlagen mit Dienstleistungszentrum und vielem mehr. Und alle Studenten hatten das Ring-Theater weiterleben lassen.

Heike EnglhardAmmerthal

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