Leserbriefe "Dennoch bleibt einiges unklar"

Zu den Vorgängen rund um die Bürgerspitalstiftung:

Ich saß frühabendlich am Amberger Marktplatz in einem Café. Da gingen Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer und Kämmerer Franz Mertel, mit einem Aktenordner unterm Arm, ins Gespräch vertieft, in Richtung Rathaus.

"Würde mich mal interessieren, was die beiden zu bereden haben", dachte ich mir. Aber das erfährt der Bürger wohl nie. Es war Montag, der 8. April. Zwei Tage später erfährt der Bürger in der AZ auf einer ganzen Seite, die Mitteilungen der CSU/FDP- Stadträte und -Politiker zur Berichtigung des Vorwurfs der Darlehenszahlung einer halben Million Euro an die Bürgerspitalstiftung am Stadtrat vorbei. Die Frage nach der Legitimität der hohen Zuwendung die Herr Mrasek (ÖDP) drei Wochen vorher im Stadtrat stellte, wurde ausgiebigst beantwortet. Dennoch bleibt einiges unklar.

Obwohl die Zahlungen ja allen Stadträten, wenn sie mal ordentlich in die Akten geguckt hätten, bekannt gewesen sein sollten, klingt es für den Leser am Ende so, dass der Zufluss der halben Million an Steuergeldern aus den Jahren 2008 und 2009 unwiederbringlich ausgegeben worden ist. Die beiden Überweisungen waren eine Finanzspritze und kein Darlehen. Rückzahlung? Wird es wohl nicht geben. Wegen der seit Jahren bekannten misslichen Finanzlage wird von Herrn Hottner (FDP) die Frage gestellt, ob es nicht doch besser sei, die Stiftung in eine GmbH zu überführen. Das sollte meiner Meinung nach auch baldigst geschehen.

Vielleicht kommen dann einige dieser internen, geheimen Geschäftstätigkeiten, die nicht an die Öffentlichkeit durchsickern sollen, wie es Dr. Ebenburger (FW) in einer AZ Mitteilung am 13. April beschreibt, ans Tageslicht und Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer muss doch einmal Stellung beziehen.

Wolfgang Ignatz,Kümmersbruck
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