11.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbriefe Leitbild im Jobcenter vergessen?

von Redaktion OnetzProfil

Zum Artikel "Frust und Ärger" vom 1. August:

Im zweiten Absatz heißt es: "Beleidigungen dürfen nicht straflos bleiben." Ich bin ganz dieser Meinung. Weiter: "Besonders dann, wenn es sich bei den Adressaten der Schmährufe um Personen handelt, die ihre Arbeit machen." Da muss man aber doch dazu sagen, wie die Arbeit gemacht wird.

Weiter steht im Text: "... mussten dabei aber einräumen, dass eine von der jungen Frau vorgelegte Mietbescheinigung verschwunden war." Warum haben dann diese ihre Arbeit machenden Damen nicht dafür gesorgt, dass der Verlust der offenbar doch vorgelegten Bescheinigung nicht zulasten der jungen Frau geht, sondern sie entsprechend bedient worden wäre? Der Anspruch war ja offensichtlich begründet.

Natürlich sind die Entgleisungen der jungen Frau durch nichts zu rechtfertigen, aber ein großer Teil der Schuld liegt doch wohl auch beim Jobcenter. Die Frau konnte sich einfach nicht anders wehren als mit Beleidigungen. Das hat der Richter dankenswerterweise auch berücksichtigt - alle Achtung! Die Bediensteten vergessen scheinbar immer öfter, dass sie Dienstleister sind und die Besucher nicht als Bettler kommen. Gibt es in diesen Behörden kein Leitbild oder hat man es schon wieder vergessen?

Aus eigener Erfahrung in meiner Familie kann ich berichten, dass mehrfach Unterlagen angeblich verschwunden - und dass teilweise sogar mit widerwillig gegebener Eingangsbestätigung auf einer mitgebrachten Kopie - beziehungsweise Vorladungen nicht versandt worden waren. Bei einer Vorsprache beim Stellvertreter des Behördenleiters wurde mir erklärt, dass Amberg in einer Umfrage der Bundesanstalt das beste der 181 örtlichen Ämter sei, was mich spontan zur Frage veranlasste, wie schlecht dann denn erst die anderen 180 Behörden dieser Anstalt seien. Gott sei Dank habe ich selbst diese Behörden nie gebraucht.

Klaus-Jörg Hartmann, Aschach

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