Leserbriefe Privatsache

Zum Leserbrief von Maria Macht (17. April) merkt eine Leserin an:

Seit Jahren verfolge ich erstaunt viele aufgeregte Diskussionen zum Thema "Homosexualität". Eigentlich gibt es einen ganz simplen Weg, diesen Auseinandersetzungen Einhalt zu gebieten: Man sollte die Tatsache einfach akzeptieren und sich damit abfinden, dass ein Teil der Menschen homoerotische Neigungen besitzt. Ich kann keine wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema zitieren, meine aber, von einer Studie gelesen zu haben, die bewies, dass Homosexualität im Mutterleib angelegt ist.

Außerdem kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Frau oder Mann aus Neugierde homosexuell wird, wenn man an die immer noch heftigen Attacken denkt, unter denen dieser Personenkreis zu leiden hat. Mit einigen "verbalen Obszönitäten" ist es leider nicht getan. Noch ein paar Worte, was das Outing betrifft: Ich finde, der Berliner Oberbürgermeister Wowereit war seinerzeit schlecht beraten mit seinem Statement während des Wahlkampfes: "Ich bin schwul, und das ist gut so!" Das war völlig unnötig, er hat allen anderen homosexuellen Menschen einen Bärendienst erwiesen. Ich persönlich beurteile Menschen nach ihrer Menschlichkeit; ihre sexuelle Orientierung interessiert mich nicht, da dies ihre ureigenste Sache ist!

Marie-Luise Krämer, Schirmitz

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