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Briefe an die Redaktion

Zum Leserbrief von Karl Berr vom 3. September "Großen Reibach machen Großinvestoren":

"In der Gegenwindbewegung ist man anscheinend dazu übergegangen, mit offenen Visier zu kämpfen. Die früheren Argumente wie Schlagschatten, Eiswurf, Grundwasserverseuchung, Infraschall, Uhu, Schwarzstorch und Fledermäuse greifen wohl nicht mehr. Diese Tiere erzeugen anscheinend nicht mehr die Wirkung wie von Gegenwind erhofft. Herr Berr weiß jetzt, dass den großen Reibach bei Windrädern Großinvestoren machen werden. Da können wir alle nur froh sein, dass die Deutschen Atomkraftwerke von der Caritas und anderen mildtätigen Organisationen gebaut wurden.

Die Milliarden die mit Atomstrom verdient werden, verwendet man wie jeder weiß ausschließlich zur Linderung der Not auf der Erde. Den Atommüll überlässt man dem Steuerzahler - noch mehr Barmherzigkeit kann niemand verlangen. Die Welt im Stiftland wird laut Berr nicht vom Geld regiert, das ist zwar auf der ganzen Welt so, aber nicht im Stiftland. Auch sollte Herrn Berr wissen, von was er spricht, wenn er anderen Menschen Verwechslungen unterstellt.

Infraschall und Ultraschall unterscheiden sich durch die Frequenz. Während Frequenzen unter 20 bis ca. 15 Hz als Infraschall bezeichnet werden, spricht man von Frequenzen über 15 bis ca. 20 KHz von Ultraschall, danach spricht man vom Hyperschall. Infraschallwellen von Elefanten, die in Afrika ausgestoßen werden, sind in Europa messbar und zwar auch dann noch, wenn diese Infraschallwellen bereits mehrmals die Erde umkreist haben.

Windräder sind ein kleiner aber unverzichtbarer Teil der Energiewende. Bei der Energiewende geht es darum unsere Energieerzeugung vollständig von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien umzustellen. Erneuerbar heißt dass wir beispielsweise den Strom mit Wind statt mit Uran oder Kohle erzeugen. Die Energiewende soll ganzheitlich jegliche Energienutzung umfassen, Heizung, Benzin, Strom und alles andere was Energie verbraucht. Die Bürgeraktion "Gegenwind" hat mir unter anderem noch nicht aufzeigen können von wem die Energie in den nächsten 50 Jahren erzeugt werden soll. Ihre Strategie, alles pauschal anzugreifen was nur das Wort Wind in den Mund nimmt, ist äußerst einfach.

Wer jedoch von mir als Diskussionspartner ernst genommen werden will, der muss auch Lösungen anbieten. Der Tourismus, den sie verherrlichen, hält sich anscheinend noch im Hintergrund, um dann im richtigen Moment das Stiftland zu stürmen? Wir sagte doch Dr. Klaus Arbter: Der Landkreis Tirschenreuth ist sehr dünn besiedelt, jeder Einwohner weniger kommt der Natur im Stiftland zu gute. In diesem Sinne machen wir im Stiftland alles richtig.

Edgar WenischKonnersreuth

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