11.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Man kann wohl wieder miteinander Briefe an die Redaktion

von Redaktion OnetzProfil

Zur Berichterstattung über das Sibyllenbad in den vergangenen Wochen:

"In der Ausgabe vom Mittwoch, 25. Juli, berichtete ,Der neue Tag' über das ,Erfolgsmodell Sibyllenbad'. Wer die weiteren Berichte las, entdeckte mit wachsender Freude, dass der Abschluss der Modernisierungsarbeiten vor allem im Außengelände so ,endlich' noch nicht war.

,100 neue Parkplätze und Glasaufzug', unter diesem trefflichen Blickfänger wurde in der Veröffentlichung vom 4. August offenbar, dass sich der Neualbenreuther Marktgemeinderat eingehend und uneingeschränkt zustimmend mit dem etwa 1,3 Millionen Euro kostenden Vorhaben des Zweckverbandes befasst hat, neben neuen Parkflächen mit Fahrstuhl den Bademantel-Gang, der die dann zwei Hotels ,verbinden' soll, zu verwirklichen. Hier ist wohl Verbindung tiefsinniger ausgedrückt als eine Strecke zwischen zwei Zielen. Es wird ja viel Geld in die Hand genommen, um über Verkehrsprobleme hinaus das Umfeld des Kurmittelhauses ansprechender zu gestalten.

Ich schließe aus der dem Marktgemeinderat vorgelegten Planskizze, dass der in letzter Zeit ins Aschenbrödel-Dasein abgedriftete Kurpark, der an sich ein gelungener Übergang in die umliegende reizvolle Landschaft sein soll, neu gestaltet und dann auch regelmäßig von einem eingespielten Team gewartet werden soll. Die dabei unvermeidlich anfallenden Mehrkosten werden die Verbandsräte sicher schon fest einkalkuliert haben.

Ins Bild passen ebenso die Aussagen der Bilanz-Pressekonferenz der Kewog vom 1. August. Neben der Analyse des eigenen Geschäftsergebnisses gab es auch Anmerkungen zur konzerneigenen Sicht des Themas Sibyllenbad. Man rechtfertigte zwar das eigene Vorgehen, und doch klang die Stellungnahme irgendwie versöhnlich. Man kann wohl wieder miteinander. Wenn das so ist, haben wir nicht nur da offene Ohren.

Es bleibt da noch unser Zimmermann. Der Alois gibt keine Interviews, hält keine Pressekonferenz. Er tut, handelt, baut. Wer auf der Kur-Allee in Richtung Kurmittelhaus wandelt, sieht außer Drahtzaun, Containern und Kran derzeit wenig. Der Bau vollzieht sich eine Etage tiefer unten am Hang. Er hat mit dem Fundament begonnen, denn ohne Fundament keine Festigkeit in Zukünftiges hinein. Die Tätigkeit eines Zimmermanns, der Zimmerleute, setzt vor dem Anbringen der Richtkrone ein. Bei unserem Zimmermann ist das freilich anders. Er ist immer da, besonders, wenn es keiner vermutet.

Sibyllenbad, dieser staatlich anerkannte Heilquellen-Kurbetrieb, mit seinem einmaligen Angebot von Radon und hoch mineralisierten Säuerlingen, ist eine ausgezeichnete und wirksame Hilfe im Bereich der Medizin, aber auch einladend mit seinem Wellness-Angebot für alle, die zusätzlich etwas für ihr Wohlbefinden tun wollen. Unser aller Wunsch ist es, dass nun bald die Anerkennung als ,Staatlich anerkanntes Kurbad' erhält."

Gerhard SchönerNeualbenreuth

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