22.03.2018 - 22:10 Uhr
Deutschland & Welt

Medienoffensive von Mark Zuckerberg Facebook entschuldigt sich

Menlo Park. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich im Skandal um den Missbrauch der Daten von Dutzenden Millionen Nutzern durch die Firma Cambridge Analytica entschuldigt. Doch für die Politik ist der Fall damit lange nicht abgeschlossen. Bundesjustizministerin Katarina Barley lud europäische Manager von Facebook für Montag ein und sprach vom "handfesten Skandal".

von Agentur DPAProfil

Zuckerberg schlug in einem Facebook-Eintrag und einer Serie von Interviews einen demütigen Ton an. "Das war ein grober Vertrauensbruch und es tut mir sehr leid, dass das passiert ist", sagte er CNN. Facebook werde den Schutz der Nutzerdaten stärken und er sei bereit, falls nötig auch vor dem US-Kongress zu dem Datenskandal auszusagen.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica sich unerlaubt Zugang zu Daten von mehr als 50 Millionen Nutzern verschaffen konnte. "Wir werden das System so anpassen, das so etwas nicht wieder passiert", versprach Zuckerberg. Ein Großteil der angekündigten Maßnahmen zielt darauf, den Zugang von App-Entwicklern zu Mitglieder-Informationen einzuschränken.

Die Kontroverse hatte Facebook heftigste Kritik eingebracht. Auf Twitter macht der Hashtag "#deletefacebook" (lösche Facebook) die Runde. Er wurde unter anderem von WhatsApp-Mitgründer Brian Acton aufgegriffen. Sein Tweet ist der am weitesten verbreitete und wurde fast 14 000 Mal retweetet oder zitiert.

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