02.01.2017 - 02:00 Uhr
Deutschland & Welt

Mitmach-Aktion vom 6. bis 8. Januar „Stunde der Wintervögel“

Berlin. (dpa) Naturschützer rufen wieder zum Vögel-Beobachten auf: Vom 6. bis zum 8. Januar 2017 läuft zum siebten Mal die bundesweite Vogelinventur "Stunde der Wintervögel". Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz (LBV) laden dazu ein, an diesem Wochenende eine Stunde lang die Vögel im Garten, auf dem Balkon, am Futterhäuschen oder im Park zu zählen. Der Nabu Deutschland hatte berichtet, Vogelfreunde hätten in den vergangenen Wochen weniger Meisen, Eichelhäher und Amseln an Futterhäuschen in Gärten und Parks beobachtet. Diesen Hinweisen soll mit der Zählaktion auch nachgegangen werden.

von Redaktion OnetzProfil

Der Nabu sieht aber nicht die Vogelgrippe als Ursache. Vielmehr fänden die Vögel derzeit vermutlich noch genügend Nahrung und seien daher nicht auf Fütterungen angewiesen, hieß es. Der Düsseldorfer Nabu-Experte Heinz Kowalski vermutet eine andere Ursache: Der geringe Flugbetrieb an den Futterstellen sei wohl auch eine Spätfolge des verregneten Frühjahrs. Durch Nässe und Kälte seien viele Jungvögel an Unterkühlung gestorben. Außerdem habe das Wetter zu einem Mangel an Insekten geführt: "Jungvögel, die nicht an Kälte gestorben sind, sind schlicht verhungert", sagte er. Die "Stunde der Wintervögel" ist den Angaben zufolge die größte wissenschaftliche Mitmachaktion in Deutschland. 2016 beteiligten sich an der Zählaktion mehr als 93 000 Menschen. Bestimmungshilfen und einen Meldebogen gibt es auf der Nabu-Internetseite.

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Weitere Informationen:

www.nabu.de

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