27.03.2018 - 20:38 Uhr
Deutschland & Welt

Mobbing an Berliner Grundschule Vater von Opfer: Es geht nicht um Antisemitismus

Berlin. Nach Bekanntwerden eines mutmaßlichen Falls von religiösem Mobbing an einer Grundschule hat sich der Vater des betroffenen Mädchens zu Wort gemeldet. Es gehe bei dem Vorfall nicht um Antisemitismus, sagte er dem Evangelischen Pressedienst. "Es geht darum, dass Kinder aus muslimischen Elternhäusern andere Kinder verfolgen oder mobben, nur weil sie nicht an Allah glauben." Dabei sei völlig egal, ob es sich um Christen, Atheisten, Juden oder andere handele. Aber auch innerhalb der muslimischen Schülerschaft würden Kinder ausgegrenzt, weil sie beispielsweise "in die falsche Koranschule gehen".

von Agentur EPDProfil

Die Tochter des 41-Jährigen wurde nach seinen Angaben an der Paul-Simmel-Grundschule in Berlin-Tempelhof von muslimischen Schülern angepöbelt, weil sie nicht an Allah glaubt. Auch mit dem Tode sei ihr gedroht worden. Der Vater betont, dass die Mitschüler anfangs nicht gewusst hätten, dass ein Elternteil des Mädchens jüdischer Herkunft sei. Das spiele aber auch keine Rolle, weil sie nicht religiös seien. "Meine Tochter ist eine Deutsche und isst Schweinefleisch. Aber in erster Linie ist sie ein guter Mensch", so der Vater.

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