07.04.2016 - 02:00 Uhr
Deutschland & Welt

Nachrichten für Kinder Die Frau vom Jobcenter

Viele Menschen in Deutschland haben keine Arbeit. Sie wollen aber gerne arbeiten und Geld verdienen. Deshalb gehen sie in ein Jobcenter.

Petra Baumbach hilft Menschen, die eine Arbeit suchen. Bild: Jobcenter Mettmann
von Agentur DPAProfil

Einige nennen diesen Ort auch Arbeitsamt. Die Experten dort wollen Menschen helfen, eine Arbeit zu finden.

Hilfe für Alleinerziehende

Eine von ihnen ist Petra Baumbach. Sie arbeitet in einem Jobcenter in der Stadt Mettmann im Land Nordrhein-Westfalen. Petra Baumbach hat ein besonderes Fachgebiet: Sie betreut alleinerziehende Menschen. Das sind Mütter oder Väter, die ohne Partner mit ihren Kindern leben. Die Expertin erzählt: Alleinerziehende Leute finden nicht immer leicht eine Arbeit. Manche Firmen wollen sie nicht einstellen, weil sie sich allein um ihre Kinder kümmern. Petra Baumbach hilft den Leuten bei praktischen Problemen. Sie ruft zum Beispiel im Kindergarten an und fragt, ob das Kind dort am Tag länger bleiben darf. Damit der Vater oder die Mutter länger arbeiten kann. Aber sie hat auch ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen.

Mut machen

Sie erzählt: Viele dieser Leute sind motiviert und wollen eine Arbeit. Sie finden aber oft nichts. "Dann sind sie manchmal traurig." Petra Baumbach spricht ihnen in solchen Momenten Mut zu.

Manchmal ärgern sich die Menschen auch richtig. Sie reden lauter und aufgeregter. Petra Baumbach versteht den Ärger meistens. "Ich kann es oft nachvollziehen und sage ihnen das auch." Wenn der Frust verflogen ist, sucht sie mit den Leuten nach Lösungen für die Probleme. Hin und wieder findet Petra Baumbach sogar eine neue Arbeit für sie.

Fachleute sagen: Leute, die für den Staat arbeiten, werden häufig beleidigt und manchmal sogar angegriffen. Das betrifft zum Beispiel Mitarbeiter in Jobcentern. Darüber haben Experten am Dienstag gesprochen.

Petra Baumbach macht ihren Job schon viele Jahre. Anders als andere Jobcenter-Mitarbeiter hat sie keine Gewalt oder Beleidigungen erlebt. Sie sagt: "Der Frust richtet sich meist nicht gegen mich persönlich." Die meisten Menschen wissen ihre Hilfe nämlich sehr zu schätzen.

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