"Nahrungsreservate des Uhus in Gefahr"

Zum Thema Naturschutz und Windräder:

Für viele bei uns vorkommende sehr seltene Vogelarten wie Weiß- und Schwarzstorch, Milan, Fischadler, aber vor allem auch für Eulenarten besteht ein hohes Risiko, an Windenergieanlagen zu verunglücken. Das gilt beispielsweise für den mittlerweile sehr selten gewordenen Uhu, wovon es aktuell in ganz Bayern nur noch rund 300 Brutpaare gibt.

Der Gesetzgeber sieht für den Schutz des Uhu Abstände zu Windkraftanlagen vor. So darf beispielsweise im Umkreis von 1000 Meter zum Brutplatz keine Anlage gebaut werden und im Umkreis von 6000 Meter seiner regelmäßig aufgesuchten Nahrungshabitate sollte kein gefährliches Hindernis wie eine Windkraftanlage stehen. Eine solche Anlage stellt für große Vögel ein sehr hohes Risiko dar. Sie könnten daran verunglücken oder die Geräuschemissionen der Windräder können es den Uhus schwer machen, Beutetiere zu orten.

Aktuell prüft die zuständige Stelle im Landkreis das Vorkommen und den Lebensraum dieser seltenen Großeulen in unserer Region. Diese Prüfung erfolgt Gott sei Dank sehr gründlich und unter Einbeziehung von Naturverbundenen, Vogelschützern und Jägern. Hiervon betroffen ist auch eine geplante Windkraftanlage der Gemeinde Gebenbach mit Standort am Süßer Berg. Das seit langem in diesem Gebiet lebende Uhu-Vorkommen hat seinen Brutort in diesem Fall in einer Entfernung von nur etwa 2,5 Kilometer zum geplanten Standort der Windkraftanlage am Süßer Berg.
Seine Hauptnahrungshabitate sind die zahlreichen Sandgruben im nördlichen und besonders die im südlichen Bereich des Süßer Bergs - aber genau dort soll die Windkraftanlage der Gemeinde Gebenbach gebaut werden. Diese wird den seltenen Greifvögeln im Weg stehen und es ihnen unmöglich machen, ihre Nahrungsreservate gefahrlos aufzusuchen. Diese Anlage könnte unsere Region wieder um eine bereits sehr seltene Tierart ärmer machen. Zu allem Überfluss sieht der aktuelle Regionalplan weitere Gebiete für Windkraft vor, die teilweise nur 1000 Meter vom Brutplatz des besagten Uhus entfernt liegen.

Aber die Fachleute unserer Behörden im Landkreis werden hier sicherlich genau hinsehen. Sie werden auch weiterhin in unserer Region das schützen, was sie bisher immer beschützt haben.

Thomas Rubenbauer, Freihung
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