Negativ-Preos für Vorstandschef Werner Baumann
Umwelt-Dino für Bayer

Werner Baumann. Bild: dpa

Berlin. Für die geplante Übernahme von Monsanto erhält Bayer-Vorstandschef Werner Baumann den Negativ-Preis "Dinosaurier des Jahres". Der Deal stehe im Gegensatz zu den Forderungen von Umweltschützern und Verbrauchern, die sich eine gift- und gentechnikfreie Landwirtschaft wünschten, erklärte Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbunds (Nabu). Sein Verband fürchte, dass die Ballung der Marktmacht bei Saatgut und Pestiziden zu einer Zementierung der industriellen Landwirtschaft führen könnte.

Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer hatte im September die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto verkündet. Mit einem möglichen Abschluss des Geschäfts wird Ende 2017 gerechnet.

Der Nabu vergibt den "Umwelt-Dinosaurier", eine aus Zinn gegossene Nachbildung einer Riesenechse, seit 1993 an Personen, die sich seiner Ansicht nach beim Umweltschutz negativ hervorgetan haben. Den Preis versteht der Nabu auch als Gesprächsangebot. Nach Nabu-Angaben würde der Marktanteil von Bayer und Monsanto beim Saatgut weltweit bei einem Drittel liegen, bei Pestiziden bei einem Viertel. Durch dieses Monopol könnten Landwirte in eine zunehmende Abhängigkeit geraten und die Saatgut-Vielfalt sowie der Anteil regionaler Züchtungen schrumpfen.
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