11.07.2017 - 21:06 Uhr
Deutschland & Welt

neue Zahlen zur Ehe vom Statistisches Bundeamt Fast 132 000 Scheidungskinder

Wiesbaden. (dpa/KNA) Die Ehen in Deutschland halten immer länger, und die Zahl der Scheidungen geht zurück. Eine geschiedene Ehe dauerte 2016 im Schnitt 15 Jahre und damit so lange wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Dies hat laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden einen Grund: Immer mehr Ehen werden erst nach der Silberhochzeit geschieden, wodurch sich der Durchschnittswert erhöhte.

von Agentur DPAProfil

2016 war das etwa jede Sechste, hieß es am Dienstag; 1991 dagegen nur jede Elfte. Im Vergleich zum Vorjahr bestanden die Ehen 2016 im Durchschnitt einen Monat länger. Die Zahl der Scheidungen geht seit fünf Jahren kontinuierlich zurück. Genau 162 397 Ehen wurden 2016 geschieden, fast 1000 oder 0,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Von 1000 Ehen wurden 2016 genau 9 offiziell getrennt (Vorjahr: 9,1).

Die Männer waren bei ihrer Scheidung 2016 durchschnittlich 46 Jahre und sieben Monate alt, die Frauen genau drei Jahre jünger - mehr als sieben Jahre höher als 1991. "Allerdings wurde damals auch noch in jüngerem Alter geheiratet", sagen die Statistiker. Mehr als die Hälfte der geschiedenen Paare hat minderjährige Kinder. Fast 132 000 Kinder und Jugendliche waren betroffen.

Zugleich wurden 2016 auf richterlichen Beschluss 1238 eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften aufgehoben (plus 9 Prozent). Insgesamt lebten 2016 etwa 64 500 Männer und 52 300 Frauen in einer solchen Lebenspartnerschaft.

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