Nur bei Darstellerin Libuše Šafránková lief der Kultfilm nicht
Fast alle schauen Aschenbrödel

Nach 43 Jahren immer noch beliebt: Der Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Bild: WDR/Degeto

Dresden/Prag. Meistens reicht schon die Titelmelodie, um die Zuschauer in festliche Stimmung zu bringen. Wie „Dinner for one“ an Silvester hat sich „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ über die Weihnachtstage bei den Deutschen als der Film schlechthin etabliert. 

Das tschechisch-ostdeutsche Märchen von 1973 hat bei Hunderttausenden kleinen und großen Fans Kultstatus erreicht. Das liegt zum einen am wunderbaren Soundtrack des tschechischen Komponisten Karel Svoboda, der am vergangenen Dienstag 79 Jahre geworden wäre, zum anderen an der frischen Darstellung des Aschenbrödels durch die damals 19-jährige Hauptdarstellerin Libuše Šafránková.

Die beliebte Schauspielerin, die 2014 an Lungenkrebs erkrankte, beruhigte 2017 in einem Interview auf blesk.cz ihre Fans: „Es geht mir gut.“ Šafránková (64) sollte mit Ehemann Josef Abrhám (78) auch schon wieder vor der Kamera stehen – bezeichnend als Königspaar. Das Filmprojekt scheiterte laut der tschechischen Boulevardzeitung Blesk jedoch an der Finanzierung. Beide sollen aber nun im Hörbuch den königlichen Figuren ihre Stimmen leihen. Im August kam zudem das Weltkriegsdrama „Barefoot“ in die Kinos, an dem Šafránková laut Internet Movie Database (IMDb) als Schauspiellehrerin mitarbeitete. Außerdem sind zwei Filme mit ihr in Planung: „Princ Mamánek“ von Jan Budar und „V klidu a naplno“ von Josef Abrhám Jr.

Bei Šafránková selbst ist die Cinderella-Geschichte – obwohl auch in Tschechien ein Klassiker – zum Fest aber kein Thema. „Wir sind eine große Familie, und diese christlichen Feiertage feiern wir seit Jahren traditionell“, sagte die aus Mähren stammende Tochter eines Kirchenorganisten und Dirigenten unlängst. „Der Fernseher wird an Heiligen Abend nicht eingeschaltet, das haben auch meine Märchen nicht geändert.“

An die Rolle Aschenbrödel denkt die Schauspielerin immer gerne zurück. „Es war eine glückliche Konstellation. In jedem alten Märchen steckt die Anleitung zum mystischen Weg und der Schlüssel zur geistlichen Entwicklung. Die Kinderseele kann es auf eine bestimmte Weise herausfühlen und bis ins Erwachsenenalter mitnehmen“, sagte Šafránková.

Übersicht der TV-Sendetermine
  • 24. Dezember 2017, 12.05 Uhr, Das Erste
  • 24. Dezember 2017, 13.35 Uhr, WDR
  • 24. Dezember 2017, 15.05 Uhr, NDR
  • 24. Dezember 2017, 16.40 Uhr, SWR
  • 24. Dezember 2017, 20.15 Uhr rbb
  • 24. Dezember 2017, 21.05 Uhr, one
  • 25. Dezember 2017, 10.05 Uhr, Das Erste
  • 25. Dezember 2017, 16.05 Uhr MDR
  • 25. Dezember 2017, 21.45 Uhr HR
  • 26. Dezember 2017, 07.10 Uhr, one
  • 26. Dezember 2017, 08.30 Uhr, BR
  • 26. Dezember 2017, 09.00 Uhr, rbb
  • 26. Dezember 2017, 16.10 Uhr, MDR
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