Papst Paul VI. und Bischof Romero
Päpste werden heilig

Papst Paul VI. erbittet den Segen Gottes. Archivbild: UPI/dpa

Rom. Der Weg für die Heiligsprechungen von Papst Paul VI. und dem mittelamerikanischen Bischof Óscar Romero ist frei. Papst Franziskus habe die dafür notwendigen Wunder anerkannt, teilte der Vatikan nach der Verkündung der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse am Mittwoch mit. Paul VI. soll noch in diesem Jahr heiliggesprochen werden. Paul VI. war von 1963 bis zu seinem Tod 1978 Papst und führte die Kirche durch turbulente Zeiten in den 1960er und 1970er Jahren. Er beendete das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965), das Reformen einleitete. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehörte die Reform der Liturgie, die vorsah, dass die traditionelle lateinische Sprache der Messe weitgehend durch die Landessprache ersetzt wurde. Während seines Pontifikats bestätigte der Italiener ein seit langem bestehendes Verbot der Abtreibung und der Verwendung künstlicher Verhütungsmittel wie der Antibabypille.

Romero, der 1980 von einem Mitglied einer rechtsgerichteten Todesschwadron erschossen wurde, als er gerade eine Messe las, gilt als Märtyrer der katholischen Kirche. Er setzte sich für die Belange der Armen ein und brachte so die Eliten und das Militär in El Salvador gegen sich auf. Das Attentat gilt als Auslöser des salvadorianischen Bürgerkriegs, in dem rund 75 000 Menschen starben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.