18.08.2017 - 22:24 Uhr
Deutschland & Welt

Polizei schießt auf Verdächtigen in Finnland Messerangreifer verhaftet

Helsinki. Ein Mann hat am Freitag in Finnland mit einem Messer auf acht Menschen eingestochen und zwei von ihnen getötet. Die Polizei schoss dem mutmaßlichen Täter in der Stadt Turku ins Bein, er wurde festgenommen. Polizeichef Seppo Kolehmainen erklärte, es sei zu früh, eine Verbindung zum internationalen Terrorismus zu ziehen. Über die Motive des Täters sei bislang nichts bekannt, sagte Kolehmainen.

von Agentur DPAProfil

Der mutmaßliche Täter wird in einem Krankenhaus behandelt. Bei ihm handelt es sich laut Polizei um "einen jüngeren Mann mit ausländischem Hintergrund". Nach weiteren potenziellen Verdächtigen wurde gefahndet. Vermutlich habe er allein gehandelt, eine Beteiligung anderer Personen könne aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden, erklärte die Polizei. Über den Zustand der Verletzten war zunächst nichts bekannt.

Innenministerin Paula Risikko sagte, die Sicherheitsvorkehrungen im Land würden verschärft. Die Sicherheitsalarmstufe war im Juni auf die zweite Stufe einer vierteiligen Skala angehoben worden. Ministerpräsident Juha Sipilä erklärte, die Regierung verfolge die laufende Polizeiaktion. Staatspräsident Sauli Niinistö traf am Abend in Turku ein. Er verurteilte den Angriff als "schreckliche und feige Tat".

Der Sender YLE berichtete, mehrere Menschen hätten auf einem Platz in der Innenstadt auf dem Boden gelegen. Die Polizei rief Anwohner auf Twitter auf, diesen Teil Turkus zu meiden. Laut einem Bericht des Boulevardblatts "Ilta-Sanomat" handelt es sich bei den Verletzten um einen Mann und fünf Frauen. Eine Frau mit Kinderwagen sei von einem Mann mit einem großen Messer angegriffen worden.

Turku liegt im Südwesten Finnlands, etwa 170 Kilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt.

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