12.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Privatkonzert im Stadtpark Briefe an die Redaktion

von Redaktion OnetzProfil

Zur Atmosphäre, die die jungen Künstler und Professoren des Sulzbach-Rosenberg International Music Festival in der Herzogstadt verbreiteten, erreichte uns folgende Leserzuschrift:

In diesen Wochen war Sulzbach-Rosenberg erfüllt mit Musik - aus verschiedenen Fenstern konnte man es flöten, tröten, klampfen hören. Ich, als Bürgerin dieser Stadt, die normalerweise zu Fuß unterwegs ist, genoss dieses sehr.

Sogar die Übungszeiten der Posaunisten in meiner Nachbarschaft im Stadtpark waren für meine Ohren ein Genuss, habe ich doch selber viele Jahre in einem Posaunenchor geblasen. Am Freitag fand sich wieder ein Posaunist unter der Kuppel des Pavillons ein - übte brav seine Töne und musikalischen Sprünge. Nach einer Weile gesellten sich noch eine junge Dame und ein junger Herr dazu und sie intonierten "Amazing Grace" - wunderschön getragen, improvisierend und mit hervorragendem Ansatz.

Nach wieder einer Weile entdeckten die beiden Herren das Echo, das sich über den Weiher zurückwirft - und nun wurde die ganze Übungsstunde zu einem lebendigen Frage-Antwort-Spiel der beiden, das sehr virtuos und auf höchster Improvisationsebene für zuhörende Ohren sehr spannend klang. Leider waren auch die Stadt-Arbeiter an der direkt nebenan liegenden Baustelle mit furchtbar lautem Getöse aktiv.

Nach wieder einer Weile (inzwischen war der erste Posaunist schon bestimmt drei Stunden dabei) kamen nochmal eine ganze Handvoll Bläser dazu, die dann auch einen Dirigenten mitbrachten. Und nun kam das schönste Zuckerl: der Radetzkymarsch erklang - gespielt mit großer Spritzigkeit, Lebendigkeit, Können, Freude an der Musik und am eigenen Klang.

Ich war inzwischen am Kochen, ließ die Bratwurst in der Pfanne liegen und begab mich schnell in den Garten, um mit allen Sinnen dieses einmalige Ereignis genießen zu können: eine ganze Combo begeisterter Musiker im T-Shirt statt Festanzug, der Dirigent tanzte fast vor seinen Bläsern und ich war mir nicht sicher, ob nicht auch hier und da eine kleine Improvisation dabei war. Jedenfalls war es einfach wunderschön - eine kleine Entschädigung für die des Öfteren lauten Wochenenden und Nächte, die uns Mitbürger im Stadtpark und besonders unterm Pavillon bescheren.

Ein herzliches Dankeschön an alle Verantwortlichen und Helfer, die mir und uns dieses Ereignis der besonderen Musik in unserer Stadt immer wieder ermöglichen.

Elke GehrSulzbach-Rosenberg

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