03.07.2017 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Psychiatrisches Gutachten des U-Bahn-Treters verzögert sich U-Bahn-Treter drohen zehn Jahre

Berlin. Das mit Spannung erwartete psychiatrische Gutachten über den sogenannten Berliner U-Bahn-Treter verzögert sich. Die Anwälte des 28-Jährigen beantragten am Montag vor dem Landgericht der Hauptstadt einen Ausschluss der Öffentlichkeit während der Vernehmung des Sachverständigen.

von Agentur DPAProfil

Die Verhandlung wurde daraufhin auf Donnerstag vertagt. Bis dahin wollen die Richter über den Antrag entscheiden. An dem bislang letzten angesetzten Prozesstag könnte es auch noch zum Urteil kommen, kündigte das Gericht an.

Dem 28-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, eine völlig arglose Passantin mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Betontreppe hinabgestürzt zu haben. Die 26 Jahre alte Studentin war mit dem Gesicht voran auf den Bahnsteig geknallt. Sie erlitt einen Armbruch und eine Platzwunde am Kopf. Der Angriff im Oktober 2016 hatte bundesweit Entsetzen und Empörung ausgelöst.

Der aus Bulgarien stammende Angeklagte hatte zu Prozessbeginn vor einer Woche gestanden und um Entschuldigung gebeten. Er sei aber durch Drogen und Alkohol berauscht gewesen und könne sich an das Geschehen nicht erinnern.

Der Hauptvorwurf gegen den dreifachen Familienvater und Bauhelfer lautet auf gefährliche Körperverletzung. Ihm drohen damit bis zu zehn Jahre Gefängnis. Zwei Wochen vor der Attacke im U-Bahnhof soll er sich zudem vor Frauen entblößt haben. Zu diesen mutmaßlichen Taten hat der Angeklagte geschwiegen.

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